
Großübung in einem Abrisshaus | B3-Brand 🔥
Am Freitag, den 21. August, durfte ich für die Freiwillige Feuerwehr Sindelsdorf eine ganz besondere Großübung mit realistischen Spezialeffekten umsetzen.
Die Feuerwehr Sindelsdorf kam auf mich zu, weil sie ein wirklich super Übungsobjekt zur Verfügung hatte: ein Abrisshaus. Und nein, natürlich wurde das Haus nicht tatsächlich angezündet. Genau darin liegt aber der Vorteil solcher Übungen. Man kann einen sehr realistischen Brandverlauf darstellen, ohne die Gefahren eines echten Gebäudebrandes zu erzeugen und gleichzeitig mit Wasser und verschiedenen Einsatzmaßnahmen im Gebäude vorgehen.
Das Szenario: B3, Brand eines Wohngebäudes nach vorsätzlicher Brandlegung.
Eine Person hatte im psychischen Ausnahmezustand Feuer im Haus gelegt. Der Brand begann im Kellerbereich, wo unter anderem eine Waschmaschine, ein Wäschehaufen und weitere Gegenstände in Brand standen. Anschließend breitete sich das Feuer weiter über das Erdgeschoss und entlang der Hausfassade nach oben aus. Zwei Räume im Erdgeschoss standen im Vollbrand. Auch das Obergeschoss und schließlich der Dachstuhl waren vom Brandereignis betroffen.
Zusätzlich war in der Garage ein weiterer Brand gelegt worden. Dort stand ein Motorrad in Flammen.
Um dieses Szenario möglichst realistisch darzustellen, setzte ich verschiedene Feuer- und Raucheffekte sowie pyrotechnische Knall- und Explosionseffekte ein. Die Effekte konnten dabei alle gezielt per Knopfdruck ausgelöst und gesteuert werden.
So entstand ein sehr realitätsnahes Einsatzszenario mit einem weitreichenden und großen Brandbild, ohne dass das Haus tatsächlich brannte oder die gefährlichen Rauchgase entstanden, die bei einem echten Wohnungsbrand auftreten würden.
Im Einsatz waren neben der Freiwilligen Feuerwehr Sindelsdorf auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Penzberg unter anderem mit ihrer Drehleiter. Auch die Kreisbrandinspektion war an der Übung beteiligt. Außerdem unterstützten die Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes die Übung.
Ein riesiger Dank geht an den Hausbesitzer Rainer, der mich beim Aufbau und während der Übung bei der Auslösung der Effekte tatkräftig unterstützt hat. Vielen Dank auch an alle Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, die mir anschließend beim Abbau und beim Einladen der zahlreichen Effekte geholfen haben!
Die Vorbereitungen für eine solche Großübung sind natürlich sehr aufwendig. Umso beeindruckender ist es, wenn am Ende ein so realistisches Szenario entsteht und die Einsatzkräfte unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren können.
Und genau hier möchte ich auch ehrlich sein: Für jede normale Feuerwehrübung lohnt es sich nicht unbedingt, mich mit meinen Spezialeffekten zu buchen. Mein Schwerpunkt liegt bei besonderen und außergewöhnlichen Szenarien, zum Beispiel Großübungen, Tunnelübungen oder Schauübungen.
Die meisten Feuerwehren können viele dieser Effekte aber selbst einsetzen. Und genau das vermittle ich in meinen Workshops „Spezialeffekte für Feuerwehrübungen“. Dort zeige ich, wie Feuerwehren realistische Feuer-, Rauch- und weitere Spezialeffekte selbst umsetzen können.
👉 Alle bei dieser Übung eingesetzten Effekte können ohne Pyroschein umgesetzt werden.
Mein Ziel ist es, dass Feuerwehren nach dem Workshop selbst in der Lage sind, ihre Übungen realistischer, spannender und einsatznäher zu gestalten. 🔥🚒
Mebel Hummig – Die Pyrotechnikerin






