Ende Januar ging es für mich einmal quer durch Deutschland: Mit meinem Oldtimer-Feuerwehrbus samt Anhänger machte ich mich auf den Weg nach Aachen. Ziel war die Berufsfeuerwehr Aachen – genauer gesagt die Abteilung Vorbeugender Brandschutz sowie Vertreter des Ordnungsamtes.
Thema der Schulung: Pyrotechnik bei Veranstaltungen – von den rechtlichen Grundlagen bis zur sicheren praktischen Anwendung.
Gestartet sind wir mit dem Theorieteil. Dabei ging es zunächst um die Grundlagen:
Was ist Pyrotechnik eigentlich? Welche Fachbegriffe sind korrekt? Welche Genehmigungen sind erforderlich? Was darf ein Pyrotechniker – und wo sind die klaren Grenzen?
Auch zahlreiche Fragen rund um das Abbrennen von Feuerwerken und Bühnenpyrotechnik konnten ausführlich geklärt werden.
Trotz Theorie blieb es anschaulich: Kleine Demonstrationen wie ein „brennender“ Kinderwagen, eine Theatersicherheitsfackel oder der Mephisto-Becher, der plötzlich Feuer fängt, sorgten für praxisnahe Einblicke und lebhafte Diskussionen.
Im zweiten Teil ging es nach draußen in die Praxis. Dort haben wir uns intensiv mit Effekten beschäftigt, wie sie bei Veranstaltungen, Musikkonzerten sowie auf Theater- und Opernbühnen eingesetzt werden. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage:
Wie können pyrotechnische Effekte körpernah eingesetzt werden und dabei trotzdem höchste Sicherheit gewährleisten?
Die Teilnehmenden durften die Effekte unter meiner fachlichen Aufsicht selbst auslösen. So konnten sie die Wirkung realistisch einschätzen und ein besseres Gefühl dafür entwickeln, was künftig genehmigt werden kann – und wo Grenzen sinnvoll und notwendig sind.
Denn mein Grundsatz lautet:
Es sieht gefährlich aus – ist es aber nicht, solange man sich an die gesetzlichen Vorgaben hält, eine fundierte Gefährdungsbeurteilung erstellt und ausschließlich erprobte Effekte einsetzt.
Ich bedanke mich herzlich für die Einladung, die engagierte Mitarbeit und die tolle Atmosphäre. Es war eine wirklich gute Zeit in Aachen – und ich freue mich auf ein Wiedersehen!


