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Workshop: “Spezialeffekte für Feuerwehrübungen”

Spezialeffekte für Feuerwehrübungen – Neue Workshops auf unserem Betriebsgelände


Ganz neu in diesem Jahr fanden auf unserem Betriebsgelände erstmals die Workshops „Spezialeffekte für Feuerwehraufübungen“ von Mebel Hummig statt. Nachdem diese Inhalte bisher ausschließlich als Inhouse-Schulungen für komplette Feuerwehren oder Organisationen angeboten wurden, stieg in den vergangenen Monaten die Nachfrage nach offenen Workshops, die auch von einzelnen Personen besucht werden können. Genau daraus entstand das neue Workshop-Konzept.
Im März und April wurden insgesamt drei Workshops durchgeführt. Zwei davon waren Kompakt-Workshops mit einer Dauer von jeweils vier Stunden. Zusätzlich fand ein Intensiv-Workshop statt, der einen kompletten Tag umfasste und deutlich umfangreicher aufgebaut war.


Der große Unterschied zwischen beiden Formaten liegt vor allem in der Tiefe der Inhalte. Während sich die Kompakt-Workshops auf die wichtigsten Grundlagen konzentrieren, beinhaltet der Intensiv-Workshop zusätzlich einen ausführlichen Theorieteil sowie deutlich mehr praktische Spezialeffekte und umfangreichere Übungsszenen. Dort wurden über 40 verschiedene Effektarten vorgestellt und praktisch eingesetzt.


Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und auch einige aus Österreich. Hintergrund dafür ist, dass viele Feuerwehren zwar realistische Übungsszenarien umsetzen möchten, die Hürden für pyrotechnische Effekte mit Pyroschein jedoch häufig zu groß sind. Oft lohnt sich der hohe organisatorische und finanzielle Aufwand für einzelne Übungen nicht oder die Effekte werden zu selten eingesetzt. Genau hier setzen unsere Workshops an: Vermittelt werden Spezialeffekte und feuergefährliche Effekte, die nicht an einen Pyroschein gebunden sind, aber dennoch realistische und eindrucksvolle Einsatzszenarien ermöglichen.

Zu Beginn der Workshops wurden sämtliche Effekte zunächst einzeln und ohne Requisiten vorgeführt. Dabei wurden die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten, Gefahren, Schutzmaßnahmen und Sicherheitsregeln ausführlich erklärt. Im Kompakt-Workshop lag der Schwerpunkt auf den grundlegenden Effektarten wie Knall-, Rauch-, Feuer- und Explosionseffekten. Im Intensiv-Workshop kamen zusätzlich zahlreiche weitere Effekte hinzu, wodurch die Teilnehmer einen deutlich tieferen Einblick in die Möglichkeiten realistischer Einsatzdarstellungen erhielten.
Bereits während dieser Vorführungen wurden die Teilnehmer aktiv eingebunden. Viele Effekte wurden gemeinsam vorbereitet oder unter Anleitung selbst ausgelöst. Dadurch konnten die Teilnehmer früh ein Gefühl für die sichere Handhabung der verschiedenen Effektmittel entwickeln.


Im anschließenden Praxisteil wurden die Teilnehmer in mehrere Gruppen aufgeteilt. Auf unserem Betriebsgelände standen dafür zahlreiche unterschiedliche Übungsobjekte zur Verfügung. Besonders wichtig war uns dabei, keine festen Szenarien vorzugeben. Stattdessen sollten die Teilnehmer ihre eigenen Ideen und ihre Kreativität einbringen, um möglichst realistische und individuelle Übungsszenen zu gestalten.
Für die Übungen standen unter anderem ein alter Lokschuppen zur Darstellung eines Gebäudebrands oder eines Gartenhauses sowie verschiedene Fahrzeuge bereit. Dazu gehörten ein speziell vorbereiteter BMW ohne Motor und Tank, der besonders viele Möglichkeiten für sichere Spezialeffekte bot, ein normales Schrottfahrzeug sowie ein Transporter mit der Möglichkeit einer Branddarstellung im Laderaum.


Zusätzlich gab es eine Übungs-Werkstatt mit der Möglichkeit eines brennenden Motorrads sowie eine Baustellen-Szenerie mit verschiedensten Gefahrgütern, Benzinkanistern, Gefahrstofffässern, brennbaren Flüssigkeiten und weiteren Requisiten. Ein Bagger auf der Baustelle wurde von den Teilnehmern ebenfalls kreativ in die Szenarien integriert und sorgte bei jedem Workshop für besonders eindrucksvolle Übungslagen.
Für Indoor-Darstellungen stand außerdem eine eingerichtete Zimmerecke zur Verfügung. Dort konnten unter anderem ein Küchenbrand, ein brennendes Bügelbrett, eine Waschmaschine oder ein Elektroroller dargestellt werden. Zusätzlich wurden zahlreiche weitere Requisiten wie brennende Mülltonnen, Campingausrüstung und viele weitere Gegenstände bereitgestellt, die flexibel in die Szenarien eingebaut werden konnten.


In und vor Mebel´s Werkstatt und befanden sich die einzelnen Arbeitsplätze mit sämtlichen benötigten Materialien und Werkzeugen – von Zündgeräten und Handwerkszeug über pyrotechnische Effektmittel bis hin zu Brandpasten, Brandpads und brennbaren Flüssigkeiten.
Während der gesamten Vorbereitungsphase begleitete Mebel die Gruppen intensiv, kontrollierten die Sicherheitsmaßnahmen und unterstützten bei Fragen oder technischen Herausforderungen. Sicherheit stand dabei jederzeit an oberster Stelle.
Nach der Aufbauphase stellte jede Gruppe ihre vorbereitete Übungsszene vor. Dabei wurde erklärt, welche Effekte eingesetzt wurden und welches Einsatzszenario dargestellt werden sollte. Anschließend erfolgte eine finale Sicherheitskontrolle, bevor die einzelnen Szenen nacheinander ausgelöst wurden.
Besonders beeindruckend war die enorme Kreativität der Teilnehmer. Innerhalb kürzester Zeit entstanden realistische, abwechslungsreiche und teilweise sehr aufwendig gestaltete Einsatzlagen. Die Begeisterung aller Beteiligten für solche Spezialeffekte war während des gesamten Workshops deutlich spürbar.


Trotz der intensiven Inhalte ist uns ein Punkt besonders wichtig: Nach einem solchen Workshop ist niemand automatisch ein Profi für Spezialeffekte. Mebel´s klare Empfehlung lautet deshalb, nach dem Workshop zunächst mit kleinen und einfachen Effekten zu beginnen und sich Schritt für Schritt an größere Szenarien heranzutasten. Gerade weil Spezialeffekte häufig in unmittelbarer Nähe von Personen eingesetzt werden, hat Sicherheit immer höchste Priorität.


Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat, auf dem die Workshopinhalte sowie die jeweilige Dauer dokumentiert wurden. Dieses Zertifikat ersetzt keinen Pyroschein oder sonstige behördliche Erlaubnisse, sondern bestätigt ausschließlich die vermittelten Inhalte und die Teilnahme am Workshop zum sicheren Umgang mit nicht erlaubnispflichtigen Spezialeffekten und feuergefährlichen Effekten.

Da die Nachfrage so groß geworden ist und die Kurse im Frühjahr fast alle ausgebucht waren, gibts weitere Termine im Oktober 2026 und jetzt ganz neu auch Termine unter der Woche. Alle Termine sowie die Online-Anmeldung zu den Workshops gibt´s im Anmeldeportal hier auf unserer Website.

weitere:

Wir befinden uns bis einschließlich 29. Mai im Betriebsurlaub.